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Über Flexitarier, Glutamat und FÄT

Ich bin Flexitarierin manchmal sogar Flexiganerin. Per Definition bin ich keine, die bewusst verzichtet, sondern aus ethischen und moralischen Gründen einschränkt und dennoch geniesst.

So kann ich heute kaum mehr Fleisch ab Stange einkaufen, Massenware, diese riesigen Fleischregale in Supermärkten sind mir zu einem regelrechten Gräuel geworden. Ein Blick auf das Päckli Schinken eckelt mich, wääh, ich denke an die armen Schweine und Massentötung. Oder bei Pouletscheichli an Antibiotika.

Meine Tochter zum Beispiel, sie mag Mini Pic, aber im Grunde der Dinge sind sie zum Kotzen. Was da alles drin ist…..

Schweinefleisch (Schweiz), Rindfleisch (Schweiz, Brasilien), Speck (Schweiz), Nitritpökelsalz (Kochsalz, Konservierungsstoff: E 250), Würzmischung (mit Geschmacksverstärker: Mononatriumglutamat), Stabilisator: E 450, Traubenzucker, Antioxidationsmittel: E 301, Buchenholzrauch. S. Codecheck.

Ein bisschen genauer:

Natriumnitrit „Nitrate und Nitrite sind weitverbreitete Umweltgifte. Dennoch darf dem Schinken zur Umrötung, also zur Erzielung einer kochstabilen roten Pökelfarbe, etwa zehnmal soviel Nitrat zugesetzt werden, wie im Trinkwasser maximal als Rückstand erlaubt ist. Das giftige Nitrit, das zur Umrötung von Wurstwaren verwendet wird, darf nur mit Salz vermischt (Nitritgehalt: 5 Prozent) gehandelt werden. Nitrate (E 251, E 252) werden ausserdem als Konservierungsmittel für Schnittkäse und zur Reifung von Anochsen (spezielle Fischprodukte) eingesetzt. Im Körper können Nitrate in Nitrit umgewandelt werden. In der Folge kann das Nitrit zusammen mit anderen Lebensmittelbestandteilen im Magensaft und im Darm zu krebserzeugenden Nitrosaminen reagieren. Akut schädlich sind Nitrite für Kleinkinder. Sie blockieren deren Sauerstofftransport im Blut, so dass Blausucht eintreten kann.

Okay, fair enough, aber:

Natriumglutamat „Geschmacksverstärker, können bei empfindlichen Menschen dies auslösen: Schläfendruck, Kopfschmerzen, Steifheit im Nacken. Bei Ratten Fortpflanzungsstörungen und Lernschwierigkeiten bei den Nachkommen. Erhöhen zusätzlich die Fresslust. Sie unterdrücken Fehlgeschmack und täuschen den Verbraucher über die tatsächliche Qualität der Lebensmittel.“

Mmh, fein! So sagen es zumindest die beiden, wenn auch zum Teil für ihre provokanten Aussagen bekannten Lebensmitteltechniker, Pollmer und Knieriemen, welche meine Lieblingsapp Codecheck als Quellen hinterlegt hat.

Und wir wissen es doch eigentlich alle längst, mindestens vom hörensagen: Glutamate stecken in so vielen Fleischerzeugnissen – und nicht nur dort – E620 bis E625 it is  – es ist scheisse! Es macht dick, peppt den Eigengeschmack auf. Wissenschaftler wollen sogar Zusammenhänge zwischen Glutamaten und Alzheimer / Parkinson und Übergewicht herausgefunden haben. Auch scheint bei Opfern von Migräne das Glutamat eine zentrale, böse Rolle zu spielen. Weltweit sollen über 2 Tonnen jährlich eingesetzt werden, Tendenz steigend, weil es ist einfach und günstig herzustellen ist. Ironischerweise sind aber Glutamate in Babynahrung verboten!

Zwar widerlegt bislang die Nahrungsmittelindustrie Studien, welche diese negativen Wirkungen belegen mit Erfolg, doch wer sich darüber informiert, dem wird schnell schlecht dabei. Hippies und Hipsters nehmen ja auch kein Aromat. Das sog. «ChinaSyndrom» wurde in den 70ern lange diskutiert und hält bis heute an, ihr wisst schon. Und wenn es nur das Aromat wäre.

Nun, Flexitarierin und Anti-Glutamina zu sein ist gar nicht einfach.
Ich muss ehrlicherweise zugeben, dass ich etwa in ähnlicher Weise strikt bin, wie mit meinen Fitnessabos. Mal knallhart, dann drücke ich aber auch wieder beide Augen zu und gebe mich foodtechnisch diversen gesellschaftlichen Unaufmerksamkeiten oder ist-uns-allen-sowas-von-egal Tendenzen hin. Darüberhinaus will ich auch nicht heuchlerisch sein, denn was ich in meinem Leben bereits alles gefressen, geschluckt, gesoffen und geraucht habe lässt nichts beschönigen! Entschuldigt meine vulgäre Ausdrucksweise.

Aber so ist es nun mal. Und es ist auch nicht wegzuradieren, dass ich ich in diesem Punkt und mit fortschreitendem Alter extremer werde. Das hat sicherlich auch damit zu tun, dass es um mich herum wimmelt mit Krebserkrankungen, Schlaganfällen, Parkinson oder anderen unschönen, gesundheitlichen Schicksalen. Rede ich mit befreundeten Ärzten, sprechen sie auch über stark zunehmende Fettleibigkeit in unserer Gesellschaft – obwohl mein Instagram Feed von diesen Fitness-Fanatos und #Superfood wimmelt. Nicht nur in der Babyboomer-Generation erkranken viele, nein auch30 bis 45 Jährige, Freunde! Darunter sind viele, die sich nicht planlos bösem Nikotin oder Alkoholexzessen hingeben oder hingegeben haben, sondern auch solche, die strikte sind und waren, viel Sport treiben oder trieben. Mit unserer Ernährung kann demnach etwas nicht stimmen. Massentierhaltung, Fleischkonsum = schädigend für die Umwelt, Fertiggerichte mit künstlich hergestellten Geschmacksverstärkern = schädigend für Hirn uvm. Oder neben der Ernährung stimmt auch sonst vieles nicht, schädliche Parabene sollen krebserregend sein, Nanopartikel hormonelle Änderungen hervorrufen, you name it! Klar, alles ist immer eine Frage der Dosis, sonst wären diese Stoffe auch nicht zugelassen. Und doch: je mehr ich mich damit beschäftige, desto mehr wird mir auch die allgemeine Gleichgültigkeit aller bewusst, was eine gewisse Angst in mir auslöst.

Schaut zum Beispiel mal den Film «Food Matters» (läuft ua. auf Netflix). Für viele als Stoff für Verschwörungstheoretiker abgestempelt, glaube ich doch so einigen Theorien daraus. Viele in meinem Umfeld, insbesondere wichtige Personen, zementieren diese Aussagen durch ihre Lebensvitalität.

Nichts desto trotz kommt mir als Flexitarierin und Glutamat-Feindin auch mal ein Stück Fleisch auf den Teller.
Aber mindestens Bio und bestenfalls vom Metzger am Märit, keine Massenware. Und so brate ich selber hie- und da auch Fleisch. Und jetzt könnte ich euch noch über die böse Fette was schreiben, zum Beispiel über die Studien von Dr. Johanna Budwig, die ich unlängst gelesen habe und mir recht plausibel erscheinen. Werde ich aber nicht und sage nur: Kinder erhitzt eure Öle nicht zu hoch beim Braten!

Und da schliesse ich ab mit der folgenden Neuentdeckung: FÄT. Es besteht zu 100% aus natürlicher Kakaobutter und ist hocherhitzbar. Es spritzt nicht und lässt das saftiges, glückliche Fleisch schön goldbraun braten. Fät ist nicht neu, nur habe ich es erst neulich entdeckt, dank dem Hinweis einer guten Freundin.

E Guete mitenand!

 

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